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Das Deutsche Kollegium für psychosomatische Medizin kurz vorgestellt

Die psychosomatische Medizin widmet sich der Erforschung, Behandlung, Vorbeugung und Verarbeitung von Krankheiten. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Wechselwirkungen seelischer, körperlicher und sozialer Faktoren bei der Entstehung und im Verlauf von Krankheiten zu untersuchen.Die wissenschaftliche Psychosomatik kann auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Sie hat in Deutschland eine besonders wichtige Tradition. Meilensteine dieser Entwicklung waren die Gründung eigenständiger psychosomatischer Kliniken, Universitätskliniken oder Universitätsabteilungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie haben für die ambulante und stationäre Versorgung kranker Menschen und für die Erforschung der bio-psycho-sozialen Wechselwirkungen bedeutsame Arbeit geleistet. Das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin -DKPM- wurde im Jahre 1974 als ein rechtsfähiger Verein gegründet. Das DKPM versteht es als seine Aufgabe, die psychosomatische Medizin in Forschung, Lehre und Krankenbetreuung fort zu entwickeln, zu fördern und den internationalen Kontakt in diesem Bereich zu pflegen.

Das DKPM will alle in der Psychosomatik engagierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zusammenführen. Es bietet ein Forum für den Austausch klinischer Erfahrungen und wissenschaftlicher Forschungsergebnisse. Es fördert zugleich die Weiter- und Fortbildung in allen Bereichen der psychosomatischen Medizin. Vom DKPM werden alle Berufsgruppen angesprochen, die in der Psychosomatik tätig sind. Diesem interdisziplinären Anspruch gemäß gehören dem DKPM männliche und weibliche Ärzte, Psychologen und Mitarbeiter aus dem Pflegebereich und andere Berufsgruppen an. Einmal im Jahr veranstaltet das DKPM in jeweils anderen psychosomatischen Zentren im deutschsprachigen Raum eine Tagung, die der persönlichen Begegnung, der wissenschaftlichen Diskussion und der Fort- und Weiterbildung dient. Die Jahrestagungen sind jeweils einem aktuellen, für die psychosomatische Medizin wichtigen Hauptthema gewidmet, das in Plenarvorträgen und zahlreichen Symposien vertieft wird. Zugleich treffen sich die regelmäßig stattfindenden Arbeitsgruppen, um ihre spezifischen fachlichen Interessen weiter zu entwickeln. Neueste Forschungsergebnisse werden in Form von Referaten und Postern präsentiert, der wissenschaftliche Beirat der Jahrestagung entscheidet über die Auswahl der angemeldeten Beiträge. Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen gehören ebenfalls zum Tagungsangebot. Alljährlich wird während der Jahrestagung der Hans-Römer-Preis für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der psychosomatischen Medizin, der Adolf-Ernst-Meyer-Preis für Psychotherapieforschung sowie ein Promotionspreis und Posterpreise verliehen.

Gegenwärtig gehören dem DKPM ca. 450 Mitglieder an. Aus ihren Reihen wird der Vorstand für drei Jahre gewählt, der das DKPM leitet und seine Interessen in der wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion vertritt.

Das offizielle Publikationsorgan unserer Fachgesellschaft ist die Zeitschrift Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie (PPmP). In dieser erscheinen auch regelmäßig Nachrichten aus dem DKPM. Weiterhin werden die Mitglieder per e-mail über wichtige Tagungen, Stellenausschreibungen etc. informiert.

Mitglied im DKPM kann jeder werden, der im Bereich der psychosomatischen Medizin beruflich tätig ist. Zu Ehrenmitgliedern werden international anerkannte Wissenschaftler ernannt, die sich um die Ziele des DKPM besonders verdient gemacht haben.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt gegenwärtig 135.- Euro (inclusive des PPmP-Abonnements) und wird in der Regel einmal jährlich im Lastschriftverfahren erhoben. Für Mitglieder, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, und Mitglieder unter 35 kann der Beitrag reduziert werden.