Stationäre tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie der Depression

Leitung:

Prof. Dr. med. Matthias Franz

Dr. med. Norbert Hartkamp

Inhalte und Ziele:

Die Arbeitsgruppe behandelt und diskutiert Fragen und Befunde der globalen und differenziellen Effektivität stationärer tiefenpsychologisch orientierter
Psychotherapie depressiver Störungen sowie der Identifikation möglicher Outcome-Prädiktoren. Die Studienlage zu Behandlungseffekten im Rahmen einer stationären Krankenhausbehandlung ist lückenhaft, die Studie STOP-D soll dem Forschungsbedarf Rechnung tragen. Der Behandlungserfolg wird mit standardisierten Fremd- und Selbstbeurteilungsinventaren erfasst. Neben klinisch-deskriptiven Zielmaßen werden auch psychodynamisch bedeutsame Konstrukte untersucht (z.B. Ich-Stärke, Niveau der Konfliktverarbeitung). Die jeweilige Therapiedosis wird über eine minutengenaue Erfassung der psychotherapeutischen Interventionen dokumentiert. Zusätzlich werden relevante konfundierende Variablen erfasst (SES, IQ, Medikation).

Themenschwerpunkte:

Die Arbeitsgruppe dient der Fortführung und Auswertung einer naturalistischen, prospektiven, multizentrischen Verlaufs- und Katamnesestudie. Neben der globalen
Wirksamkeit tiefenpsychologisch orientierter Psychotherapie sind die Erfassung unterschiedlicher Therapie-Settings und deren differenzielle Effekte bei Patienten mit
(subsyndromalen) depressiven Symptomen Ziel der Studie. Zunächst erfolgte ein Einblick in die inhaltlichen und technischen Aspekte des Studienvorhabens. Es erfolgten Schulungen hinsichtlich der Handhabung wichtiger Instrumente und Möglichkeiten zur Datenerhebung und netzgestützten Dateneingabe. Die Arbeitsgruppe dient dem Austausch der an der Studie „STOP-D“ beteiligten Kliniken und soll Gelegenheit bieten, offene Fragen zu klären, Befunde der Studie zu diskutieren, mögliche weitere Auswertungsschritte zu erarbeiten und anstehende Publikationen zu planen. Perspektivisch soll unter Fortführung einer Vernetzung an der Studie beteiligter Kliniken die Erstellung vielversprechender Behandlungssettings unter Berücksichtigung wichtiger Prädiktoren erfolgen. Die bisherige Arbeit, welche sich aktuell nur auf weibliche Patienten bezieht, soll künftig auch auf eine männliche Stichprobe ausgeweitet werden.

Die Arbeitsgruppe ist eine Arbeitsgruppe des DKPM, sie trifft sich während der Jahrestagung; zusätzliche Treffen sind möglich. Aktuell wird die Arbeitsgruppe als geschlossene Veranstaltung für die an STOP-D beteiligten Kliniken fortgeführt. Eine kontinuierliche Teilnahme ist erwünscht.

Leitung:

Herr Univ.-Prof. Dr. med. Matthias Franz
Klinisches Institut für Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie, Universitätsklinikum
Düsseldorf, Moorenstr. 5, Geb. 15.16, 40225 Düsseldorf
matthias.franz@uni-duesseldorf.de

Herr Dr. med. Norbert Hartkamp
Praxis für Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie
Rheinstraße 37, 42697 Solingen-Ohligs
kontakt@drhartkamp.de

Mitglieder:

Kooperationspartner, Mitarbeiter und Leiter der an der Multicenterstudie 
STOP-D beteiligten Psychosomatischen Kliniken