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| Wolfgang Söllner |
Martina de Zwaan |
Sehr geehrte Kolleginnen
und Kollegen,
als lokale Veranstalter begrüßen wir Sie sehr
herzlich zur 58. Arbeitstagung des Deutschen Kollegiums für
Psychosomatische Medizin (DKPM) und zur 15. Arbeitstagung
der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin
und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Zum ersten Mal
findet die Tagung von DKPM und DGPM gemeinsam statt. Dies
bedeutet nicht nur eine Kombination aus wissenschaftlichem
Programm und Fortbildungsprogramm, sondern auch eine Bündelung
der Kräfte aller im Bereich der Psychosomatischen Medizin
forschend, lehrend und klinisch Tätigen.
Das Tagungsthema „Psycho-Somatik: Medizin zwischen
Beziehung und Technik“ verweist auf den Doppelcharakter
der Aufgaben der Psychosomatik: einerseits die Integration
einer bio-psycho-sozialen Sichtweise und des Beziehungsaspekts
in die gesamte Heilkunde zu fördern und andererseits
die spezialisierte Diagnostik und Behandlung für Patientinnen
und Patienten mit psychosomatischen Störungen zu entwickeln
und vorzuhalten. Das Thema verweist aber auch auf die relative
Bedeutung von therapeutischer Beziehung und therapeutischen
Techniken in der psychotherapeutischen Behandlung. Beides
ist die Aufgabe des Fachgebiets der Psychosomatischen Medizin
und Psychotherapie und findet im Tagungsprogramm seinen Niederschlag.
Den integrativen Aspekt der Psychosomatik repräsentieren Übersichtsreferate
(State-of-the-art-Symposien), neue Forschungsergebnisse (wissenschaftliche
Symposien) und Fortbildungsworkshops zu psychosomatischen
Aspekten in verschiedenen medizinischen Fachgebieten, wie
der Kardiologie, der Onkologie, der Dermatologie, der Zahnheilkunde
und der Frauenheilkunde, sowie zur Vermittlung von kommunikativer
Kompetenz in der Medizin. Den spezialisierten Aspekt der
Psychosomatik repräsentieren wissenschaftliche Symposien
und Fortbildungsveranstaltungen zu spezifischen Behandlungstechniken.
Dabei wird insbesondere die Debatte um technische Aspekte
und Beziehungsaspekte in der Psychotherapieforschung weitergeführt.
Die Tagung wendet sich explizit sowohl an Spezialistinnen
und Spezialisten im Bereich der Psychosomatischen Medizin
und Psychotherapie, als auch an psychosomatisch interessierte
Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen medizinischen
Fachgebieten und Berufsgruppen. Wir greifen damit ein „altes“ Anliegen
des DKPM wieder auf, auch nicht-ärztlichen und nicht-psychologischen
Berufsgruppen, wie z. B. Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten,
Bewegungstherapeutinnen und Bewegungstherapeuten und der
psychosomatischen Pflege in eigenen Symposien und Arbeitsgruppen
ein Diskussionsforum zu bieten.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Tagung, die nicht
nur mithilft, Ihren fachlichen Horizont zu erweitern, sondern
auch gesundheitspolitische und gesellschaftspolitische Fragen
diskutiert.
Wolfgang Söllner Martina
de Zwaan
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