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Prof. Dr.
Hans-Christian Deter
Vorsitzender des
Deutschen Kollegiums für
Psychosomatische Medizin |
Liebe Kolleginnen
und Kollegen,
die 58. Jahrestagung des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische
Medizin findet nun zum zweiten Mal in Nürnberg statt,
aber dieses Mal unter gänzlich neuem Aspekt. Nicht die
florierende psychosomatische Abteilung des Klinikums Nürnberg
steht im Mittelpunkt dieser Tagung, sondern das gemeinsame
Auftreten von drei in Deutschland historisch gewachsenen
psychosomatisch/psychotherapeutischen Fachgesellschaften.
Zum einen die Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für
Psychotherapie, die sich mit der Deutschen Gesellschaft für
Psychotherapeutische Medizin verbunden hat und nun zu der
vereinten „Gesellschaft für Psychosomatische Medizin
und Ärztliche Psychotherapie“ geworden ist. Zum
anderen das interdisziplinäre und integrative „Deutsche
Kollegium für Psychosomatische Medizin“, das sich
besonders dem wissenschaftlichen Austausch und dem internationalen
Diskurs im neu gegründeten „Europäischen
Netzwerk für psychosomatische Medizin“ verpflichtet
fühlt. Satellitensymposien der Arbeitsgemeinschaft für
Integrierte Medizin (AIM), der Gesellschaft für Psychosomatik
in der Frauenheilkunde, der deutschen Gesellschaft für
Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und
der Gesellschaft für psychosomatische Essstörungen
weisen auf die integrative Sichtweise dieses gemeinsamen
Deutschen Psychosomatikerkongresses hin, der dieses Jahr
gleichzeitig auch zu einem Experiment wird. Gelingt es, dürfte
die Fortsetzung einer solchen gemeinsamen Tagung in den nächsten
Jahren große Chancen haben.
Die Fortbildung bildet auf dieser Tagung einen besonderen
Schwerpunkt und spricht besonders Ärzte in Weiterbildung,
niedergelassene Fachärzte und Psychologische Psychotherapeuten
an. Diese Angebote sollen ein dauerhafter Bestandteil für
alle klinisch und praktisch tätigen Kollegen werden.
Die Veranstalter haben ein hervorragendes Programm zusammengestellt
und mit dem Obertitel der Tagung: „Psycho-Somatik:
Medizin zwischen Beziehung und Technik“ ein hochaktuelles
und gleichzeitig zukunftsträchtiges Thema gefunden,
das die Bedeutung der Arzt-Patient-Interaktion unter den
Bedingungen eines rasanten medizinischen Fortschritts evaluiert.
Unter diesem Thema lassen sich medizinisch-somatische, psychotherapeutische
aber auch ökonomische und gesellschaftliche Fragen wissenschaftlich
bearbeiten. Unsere Hoffnung ist, dass sich von dieser Tagung
ausgehend neue befriedigende Perspektiven für die Herausforderungen
der Gegenwart und Zukunft in der Medizin entwickeln mögen.
Wir wünschen allen Teilnehmern eine reichhaltige Ernte
an neuem kognitivem Wissen, interessante emotionale Erfahrungen
und einen ertragreichen interkollegialen Austausch.
Prof. Dr. Hans-Christian Deter
Vorsitzender des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische
Medizin
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