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Prof. Dr.
Hans-Christian Deter |
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin
(DKPM) freut sich, nun schon zum zweiten Mal seine Arbeitstagung
in Freiburg auszurichten.
Sie hat dieses Mal eine besondere Bedeutung: Der Gründer und wichtige Gestalter
des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin, Thure von Uexküll,
wäre in diesem Jahre 100 Jahre alt geworden. Er hat seine letzten Jahre
in Freiburg verbracht und mit den Psychosomatikern vor Ort enge Kontakte und
inspirierende Diskussionen geführt. Wir freuen uns, dass Carl Scheidt, Almut
Zeeck und Michael Wirsching diesen Anlass genutzt haben, um die gemeinsame Jahrestagung
mit der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche
Psychotherapie nach Freiburg zu holen.
Das Thema dieser Tagung – Bindung und Entwicklung – fokussiert
auf psychoanalytisch-/ entwicklungspsychologische Konzepte
sowie auf das Bindungs- und Beziehungsverhalten von Erwachsenen.
Diese Konzepte für kranke Menschen und die Medizin als
Ganzes lassen sich in ihrer Bedeutung kaum überschätzen,
da sie Bestandteil der Patient-Arzt-Beziehung, aber auch
der Beziehung von Patienten zu allen anderen Personen im
medizinischen Bereich sind, wie zu Pflegern, Schwestern,
Sozialarbeitern, Krankengymnasten u.a.. Das Verständnis
des Beziehungs- und Bindungsverhaltens von Personen und die
Art ihrer Interaktionen ist ein ganz wesentliches Anliegen
des DKPM.
Wir freuen uns, dass es den Veranstaltern erneut gelungen
ist, viele befreundete ärztliche und psychologische
Gesellschaften im psychosomatischen Feld als Organisatoren
von Satellitensymposien zu gewinnen, die belegen, dass die
Jahrestagungen des DKPM auf einem hohen Standard interdisziplinär
und integrativ sind. Auch die Beteiligung der Hochschullehrer
für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist
ein Zeichen dafür, dass dieser Bereich so »zusammenwächst
wie er zusammengehört«, dass nämlich alle
aktiven psychosomatischen Forscher in Deutschland hier ihre
neuesten Arbeiten präsentieren. Neben dem Schwerpunkt
des Tagungsthemas sind eine ganze Reihe wesentlicher Themen
aus dem psychosomatischen Feld präsent, die Wissenschaftler,
Kliniker und niedergelassene Ärzte mit den neuesten
Ergebnissen in diesen Bereichen bekannt machen werden. Durch
die Zusammenarbeit mit dem DGPM hat sich der Fortbildungsteil
dieser Tagung erweitert, der für Fachärzte für
Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie
genauso interessant sein dürfte wie für Psychologen
sowie Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere Medizin,
Gynäkologie oder Dermatologie.
Der Vorstand des DKPM begrüßt es, dass bei diesem
größten Psychosomatikertreffen in Deutschland
auch internationale Kollegen des Europäischen Netzwerks
für Psychosomatische Medizin im English-Track des Kongresses
teilnehmen und so die Verbundenheit der deutschen Psychosomatik
mit den internationalen Fachkollegen belegen. Die internationale
Vernetzung der Psychosomatischen Medizin ist uns ein großes
Anliegen, sie entwickelt sich zu einer wesentlichen Voraussetzung
für unsere Arbeit und wird mittelfristig auch die Psychosomatik
in Deutschland stärken.
Wir wünschen Ihnen allen ertragreiche Stunden auf der
Tagung und viel Spaß in einer der schönsten, wärmsten
und freundlichsten Städte
der Republik.
Prof. Dr. Hans-Christian Deter
Vorsitzender des
Deutschen Kollegiums
für Psychosomatische
Medizin |