Kongress 2008
Freiburg im Breisgau
12. - 15. März
  Bindung und Entwicklung

DKPM/DGPM

59. Jahrestagung des Deutschen Kollegiums für
Psychosomatische Medizin (DKPM) und
16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM)
DKPM-Vorsitzender
Prof. Dr.
Hans-Christian Deter

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) freut sich, nun schon zum zweiten Mal seine Arbeitstagung in Freiburg auszurichten.
Sie hat dieses Mal eine besondere Bedeutung: Der Gründer und wichtige Gestalter des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin, Thure von Uexküll, wäre in diesem Jahre 100 Jahre alt geworden. Er hat seine letzten Jahre in Freiburg verbracht und mit den Psychosomatikern vor Ort enge Kontakte und inspirierende Diskussionen geführt. Wir freuen uns, dass Carl Scheidt, Almut Zeeck und Michael Wirsching diesen Anlass genutzt haben, um die gemeinsame Jahrestagung mit der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie nach Freiburg zu holen.

Das Thema dieser Tagung – Bindung und Entwicklung – fokussiert auf psychoanalytisch-/ entwicklungspsychologische Konzepte sowie auf das Bindungs- und Beziehungsverhalten von Erwachsenen. Diese Konzepte für kranke Menschen und die Medizin als Ganzes lassen sich in ihrer Bedeutung kaum überschätzen, da sie Bestandteil der Patient-Arzt-Beziehung, aber auch der Beziehung von Patienten zu allen anderen Personen im medizinischen Bereich sind, wie zu Pflegern, Schwestern, Sozialarbeitern, Krankengymnasten u.a.. Das Verständnis des Beziehungs- und Bindungsverhaltens von Personen und die Art ihrer Interaktionen ist ein ganz wesentliches Anliegen des DKPM.

Wir freuen uns, dass es den Veranstaltern erneut gelungen ist, viele befreundete ärztliche und psychologische Gesellschaften im psychosomatischen Feld als Organisatoren von Satellitensymposien zu gewinnen, die belegen, dass die Jahrestagungen des DKPM auf einem hohen Standard interdisziplinär und integrativ sind. Auch die Beteiligung der Hochschullehrer für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist ein Zeichen dafür, dass dieser Bereich so »zusammenwächst wie er zusammengehört«, dass nämlich alle aktiven psychosomatischen Forscher in Deutschland hier ihre neuesten Arbeiten präsentieren. Neben dem Schwerpunkt des Tagungsthemas sind eine ganze Reihe wesentlicher Themen aus dem psychosomatischen Feld präsent, die Wissenschaftler, Kliniker und niedergelassene Ärzte mit den neuesten Ergebnissen in diesen Bereichen bekannt machen werden. Durch die Zusammenarbeit mit dem DGPM hat sich der Fortbildungsteil dieser Tagung erweitert, der für Fachärzte für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie genauso interessant sein dürfte wie für Psychologen sowie Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Gynäkologie oder Dermatologie.

Der Vorstand des DKPM begrüßt es, dass bei diesem größten Psychosomatikertreffen in Deutschland auch internationale Kollegen des Europäischen Netzwerks für Psychosomatische Medizin im English-Track des Kongresses teilnehmen und so die Verbundenheit der deutschen Psychosomatik mit den internationalen Fachkollegen belegen. Die internationale Vernetzung der Psychosomatischen Medizin ist uns ein großes Anliegen, sie entwickelt sich zu einer wesentlichen Voraussetzung für unsere Arbeit und wird mittelfristig auch die Psychosomatik in Deutschland stärken.

Wir wünschen Ihnen allen ertragreiche Stunden auf der Tagung und viel Spaß in einer der schönsten, wärmsten und freundlichsten Städte der Republik.

Prof. Dr. Hans-Christian Deter
Vorsitzender des
Deutschen Kollegiums
für Psychosomatische
Medizin

 

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