Kongress 2008
Freiburg im Breisgau
12. - 15. März
  Bindung und Entwicklung

DKPM/DGPM

59. Jahrestagung des Deutschen Kollegiums für
Psychosomatische Medizin (DKPM) und
16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM)
Rektor
Prof. Dr.
Wolfgang Jäger

Sehr geehrte Teilnehmerinnen
und Teilnehmer,

es ist mir eine Freude, dem Jahreskongress der beiden psychosomatischen Fachgesellschaftenin Deutschland, dem Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin und derDeutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie, zur Eröffnung die Grüße der Freiburger Universität zu überbringen.

Die Universität Freiburg feierte im vergangenen Jahr ihr 550-jähriges Bestehen. Aufgrund ihrer langen Geschichte hat die Albert-Ludwigs-Universität wie nur wenige andere Universitäten in Deutschland die ganze Breite wissenschaftlicher Disziplinen unter ihrem Dach versammelt. Dieses breite Spektrum der wissenschaftlichen Fächer ist für das Selbstverständnis unserer Universität charakteristisch und wir glauben, dass daraus gerade in einer Zeit, in der die Zusammenarbeit über die Fachgrenzen hinweg an Bedeutung gewinnt, besondere Chancen erwachsen.

Dies gilt besonders auch für die Psychosomatische Medizin, die ihre Wurzeln sowohl in den Naturwissenschaften, wie auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat und die traditionell den interdisziplinären Dialog mit den angrenzenden Wissenschaften pflegt. In einer Zeit zunehmender Spezialisierung in fast allen Bereichen der Medizin sollte die Psychosomatik ähnlich wie die Medizinethik den Blick weiten und Fragen der Selbstverständigung über die Ziele medizinischen Handelns aufgreifen. Die Berührung der Psychosomatik mit den Sozialwissenschaften ergibt sich daraus, dass die Lebensschicksale der Patienten, mit
denen sich die Psychosomatik beschäftigt, durch den Wandel gesellschaftlicher Institutionen, wie etwa der Familie, besonders geprägt sind. Das Verständnis einzelner Lebensschicksale ist mit den gesellschaftlichen Bedingungen eng verwoben und dies wird sich auch auf die Möglichkeiten der psychotherapeutischen Behandlung auswirken. Dass die Psychosomatik darüber hinaus ihren Platz in der Medizin einnimmt und hier in den beiden vergangenen Jahrzehnten zunehmend die Zusammenarbeit mit anderen Fächern intensiviert hat, führte dazu, dass das Fach heute an fast allen medizinischen Fakultäten durch Lehrstühle selbstverständlich vertreten ist.

Die Prävention von Entwicklungsschäden, die durch Armut, Störungen der familiären Beziehungen und andere Aspekte des sozialen Umfeldes entstehen, gehört zu den wichtigen Aufgaben heutiger Familienpolitik. Insofern berührt das Thema Ihres Kongresses Fragen, die in der öffentlichen Diskussion in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle gespielt haben und die von anhaltender Aktualität sind.

Ich wünsche Ihnen für die Durchführung Ihres Kongresses gutes Gelingen. Ich freue mich, dass Sie auf diesem Wege die Freiburger Universität kennen lernen und hoffe, dass Sie neben Ihrem umfassenden wissenschaftlichen Programm Zeit finden werden, die angenehmen Seiten wahrzunehmen, die Freiburg als Stadt zu bieten hat.

Prof. Dr. Wolfgang Jäger
Rektor der Universität Freiburg

 

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