Interkulturelle Psychosomatik und Psychotherapie

Leitung:

Prof. Dr. med. Y. Erim, Erlangen
Dr. E. Morawa, Erlangen

Inhalte und Ziele:

In Deutschland leben mehr als 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Wissenschaftliche Befunde zeigen den Trend, dass beim Vorliegen einer psychischen Erkrankung Migranten mehr Beschwerden aufweisen als deutsche Patienten. Personen mit Migrationshintergrund erkranken häufiger an Depressionen und somatoformen Störungen als Einheimische. Die Symptomentstehung ist durch kulturelle Faktoren geprägt. Migranten sind bei familiären Krisen psychisch verletzbarer sind als Einheimische. Flüchtlinge weisen zusätzliche Besonderheiten auf. Ein ergänzendes psychotherapeutisches Wissensrepertoire ist sowohl für interkulturell kompetentes psychotherapeutisches Handeln als auch für die interkulturelle Kompetenz im Gesundheitswesen im allgemeinen erforderlich.

Nach einer intensiven Bearbeitung des Stoffgebiets auf der DKPM-DGPM Tagung in Essen in 2011 wird sich die AG neu konstituieren. Ziele sind Zusammenführung des vorhandenen Wissens und Planung neuer gemeinsamer Studien im Bereich Krankheitserleben, Vorkommenshäufigkeiten, sowie Therapieoutcome bei Stichproben von Migranten sowie im interkulturellen Vergleich. Alle Interessierten Kollegen sind herzlich eingeladen.

Leitung:

Prof. Dr. med. Y. Erim, Erlangen;
Dr. E. Morawa, Erlangen